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Demokratie, Selbstbestimmung und Anti-Nationalismus: Die Proteste von 1968 in Jugoslawien führten die Impulse der globalen Studentenbewegung aus Ost und West auf einmalige Weise zusammen. Dieser Band gibt Einblicke in die kulturelle und politische Blütezeit des ¿anderen¿ Jugoslawien, das nicht nur den westdeutschen Linken der Sechziger- und Siebzigerjahre als ¿sozialistische Oase¿ inmitten der realsozialistischen Tristesse des Ostblocks erschien. Anlässlich des 40. ¿Geburtstages¿ der Achtundsechzigerbewegung werden in diesem Band Schlüsseldokumente und Gespräche mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern des jugoslawischen ¿1968¿ erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht. Das Material gewährt überraschende Einblicke in eine heute vergessene Oppositionsbewegung, die Demokratisierung und soziale Gerechtigkeit als Schlüssel für das Zusammenleben im Vielvölkerstaat betrachtete. Studentenstreiks, kritische Zeitschriften wie die international bekannte ¿Praxis¿, experimentelles Kino und avantgardistisches Theater erzeugten ein anregendes intellektuelles Klima. Nicht das jugoslawische Projekt eines eigenständigen Sozialismus stand zur Debatte, sondern die Defizite seiner Realisierung. Die Dokumente zeigen die inneren Widersprüche des sozialistischen Jugoslawien zwischen 1960 und 1975, sie belegen nicht nur seine besondere Position zwischen Ost und West, sondern stellen darüber hinaus auch die angebliche Zwangsläufigkeit des jugoslawischen Staatszerfalls in Frage.
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Le Bon wurde neben Scipio Sighele (1891) mit seinem berühmtesten Buch Psychologie der Massen (Psychologie des foules, 1895) zum Begründer der Massenpsychologie und für die Soziologie bedeutsam. Er vertritt die Auffassung, dass der einzelne, auch der Angehörige einer Hochkultur, in der "Masse" seine Kritikfähigkeit verliert und sich affektiv, zum Teil primitiv-barbarisch, verhält. In der Massensituation ist der Einzelne leichtgläubiger und unterliegt der psychischen Ansteckung. Somit ist die Masse von Führern leicht zu lenken.
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Jahrelang durchforschte Gerhard Roth die licht abgewandten Bezirke Wiens. Auf seinen Streifzügen durch die Hauptstadt ließ er sich nicht vom Glanze der ehemaligen k. u. k. Residenzstadt blenden. Er suchte und fand deren realen und ihren seelischen Untergrund. Im FAZ-Magazin publizierte Roth eine Serie mit seinen Erkundungen. Er berichtet darin vom ehemaligen Hetztheater (in dem Tiere so lange aufeinander gehetzt wurden, bis sie todwund verendeten), von den Katakomben in der Inneren Stadt, von den geistesverwirrten Künstlern in der psychiatrischen Anstalt Gugging, vom ehemaligen Judenviertel in der Leopoldstadt; Roth beschreibt das stadtbekannte Männerwohnheim in der Meldemannstraße, in dem Hitler knappe vier Jahre zugebracht hat, stattet dem so genannten Narrenturm und dem Heeresgeschichtlichen Museum Besuche ab. Unversehens gerät der Band zu einem Reiseführer durch die Abgründe der österreichischen Seele.
